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Landigeist und Judenstempel.
Erinnerungen einer Generation 1930–1945


Christof Dejung, Thomas Gull, Tanja Wirz

Landigeist und Judenstempel

Erinnerungen einer Generation 1930–1945

 

Mit Fotoporträts von Hans Peter Jost
und Fotografien von Emil Brunner, Hans Peter Klauser, Marie Ottomann-Rothacher, Gotthard Schuh, Paul Senn und Hans Staub

2002, 504 Seiten, Pappband
ISBN 3-85791-414-9 


«Hier wird klar, dass Erinnern kein Zustand ist, sondern Bewegung und mit Geschichte ebenso viel zu tun hat wie mit Gegenwart. Erinnerungen werden gemacht und zwar im Moment des Erzählens und aus ihm heraus. Das allerdings schmälert nicht ihren Wert für die Forschung – für eine andere Forschung als die, mit der Bergier beauftragt war: die 557 Interviews sind ein Weg, um an die Deutungen in den Köpfen der Menschen zu kommen, an die Vorgänge, in denen sich individuelle Erfahrungen verbinden mit gemeinsamen Geschichtsbildern.»

Daniel die Falco, Der kleine Bund, 15. Februar 2003


«Abgesehen von der Erfahrungs- und Erinnerungsvielfalt steht eine andere Beobachtung im Gegensatz zum gerne vermittelten Bild: das Land bildete nämlich ganz offensichtlich trotz der äusseren Bedrohung keineswegs einen geschlossenen Block.»

Georg Kreis, Tages-Anzeiger, 29. November 2002


«Eines zeigt sich dabei rasch: Wahrheit ist ein Plural, tatsächliches Geschehen und persönliches Erleben sind zwei Währungen. Entsprechend lassen sich auch die Erinnerungen der Aktivdienstgeneration nicht pauschalisieren.»

Beat Mazenauer, Schweizer Feuilleton-Dienst, Dezember 2002


«Die Bedeutung der vorliegenden Erinnerungen besteht darin, dass sie Atmosphärisches vermitteln und damit Verständnis für die Unbilden der Zeit. (...) Solche Erfahrungen erklären den Nimbus, den manche Angehörige der Aktivdienstgeneration gegenüber den später geborenen beanspruchten, die es leichter hatten.»

Thomas Maissen, Neue Zürcher Zeitung, 18./19. Januar 2003


«Als 1996 die Schweiz wegen ihres Verhaltens im Zweiten Weltkrieg unter Beschuss geriet, fühlte sich die «Aktivdienstgeneration» missverstanden – dieser Eindruck entstand zumindest auf den Leserbriefseiten. Das Buch zeigt nun, dass es diese einheitliche Meinung der Generation nicht gibt.»

Marcel Hänggi, NZZ am Sonntag, 22. Dezember 2002


«Denn: wir alle erleben Geschichte – und nicht nur die grossen Staatsmänner machen sie, sondern auch wir.»

Peter Exinger, SonntagsBlick, 1. Dezember 2002


«Die von den Direktbetroffenen erzählte Geschichte (oder besser: Geschichten) ist eine sehr persönliche und subjektive. Und das macht auch den Reiz des Buches aus: Es ist, wie wenn der Vater oder die Grossmutter von damals erzählen. (...) Durch den Originalton wird die Geschichte unmittelbar, die empfundenen Emotionen – vorab die damals herrschende Unsicherheit und Angst – greifbar. Eine Wirkung, die ein herkömmliches Geschichtsbuch kaum zu erzielen vermag.»

Jean-Pierre Gubler, Der Landbote, 14. Dezember 2002


«Fazit: Es ist ein Buch über eine Generation mit oft quälenden Erinnerungen an ein Land, das sich in einer unbequemen Lage nicht von seiner besten Seite zeigte.»

Daniela Bühler, Neue Luzerner Zeitung, 31. Dezember 2002.






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Marc Reymond, février 2012